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Demenzprotokoll zur DM 2006
Freitag, 19. Mai 2006
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Protokollist.
Wie der Präsident die 2. Deutschen Meisterschaften im Schocken erlebt hat. Ein ausführliches, bebildertes Demenzprotokoll.
 
 
Veranstaltung:
DM 2006
Datum: 13.05.2006
Anwesende:

Präsident, Vize, Schatzmeiser,
Zeuchwart, Pressesprecher,
Vereinsarzt, Knosi –
also Komplettbesetzung

Beginn (für uns): 8:00 Uhr
 
 
 
 
   
 
 

ImageUm 7:31 Uhr stieg der Präsident in das extra für die DM 2006 gemietete High-Tech-Nuklear-Erektionswohnmobil. Dies hatte er am Abend zuvor etwas dementiamässig aufgehübscht. Nachdem er das Gefährt gestartet hatte, musste auch schon die erste große Hürde des Tages überwunden werden. „Wie komme ich unfallfrei von diesem Parkplatz runter ?“ Das war sehr spannend. Die immer anwesende Polizei, die das britische Generalkonsulat bewacht, hatte sichtlich ihren Spass beim Zusehen. Nach kurzer Überlegung entschloss sich jedoch der Präsident, den beiden Polizeibeamten nicht die Gesichtshaut mittels groben Schlägen zu verfärben.

Schnell noch mit dem Wohnmobil zum goldenen M:“ 1x Egg Mc Muffin, 1x Mc Crossaint und einen Kaffee, bitte.“

Das Frühstückchen wurde vorbildlich ohne große Kauanstrengungen heruntergewürgt. Mit dem scheisseheissen Kaffe ging es dann zur 1. Abholstation.

 

Um 8:02 Uhr stieg unser Vereinsarzt grinsenderweise dazu. Er hatte wohl gerade ein gutes Geschäft mit Ützgür abgewickelt.
 
Rasant ging es weiter. Um 8:04 Uhr erreichten wir die 2. Abholstation. Bei unserem Knosi. Er hatte wertvolles Gut dabei. Ja, Zeuchwart, auch Wasser. Ich meine aber dat Biä. Nach kurzem „Boah“, „Uiuiui“, nochmal „Boah“ fuhr der Dementia-Sammeltransport gen Oberkassel. Zum Schatzmeiser. Da es dem Vize wohl peinlich gewesen wäre, wenn wir ihn bei sich zu Hause abgeholt hätten, schleppte er sich durch die Tiefen Oberkassels bis hin zu Schatzmeisters Schatzkammer. Abgesehen davon hätte der Präsident wohl in Vizes kleiner Straße jedes zweite KFZ großzügig mit auf die Reise genommen.
 
Naja, egal.
 
Und wieder ging ein RAUNEN durch Schatzmeisters Straße.
Nach 354 Besichtigungsrunden um das Wohnmobil herum konnten wir dann endlich aufbrechen, unseren Pressesprecher in Ratingen abzuholen.

Die eigens vom Schatzmeiser gebrannte Schlager-CD für die Fahrt war wohl so was von illegal, dass der Bordcomputer diese nicht zuließ. Gut, dass wir bald den Zeuchwart treffen. Der muss uns dann aushelfen…
 
Nachdem wir die Stadtgrenze und die Grenzkontrollen passiert hatten, fiel uns auf, dass keiner so wirklich den Weg zum Pressesprecher kannte. Zumindest von unserem Standort aus. Kein Problem. Wir hielten an einer Ratinger Tankstelle. Standesgemäß wurde das Wohnmobil schön mittig auf die Tankstelle gestellt, sodass die Zapfsäulen nur von oben zu erreichen waren. Nhji, nhjjiii.
 
Fragenden Menschen kann ja bekanntlich geholfen werden. Es kommt dabei nur auf die richtige Fragestellung an. Da vertrauten wir voll auf unseren Vereinsarzt, der von Beginn an den Sitz des Navigators eingenommen hatte.

8:50 Uhr. Irgendetwas hatte der Vereinsarzt aber falsch verstanden denn die Antwort auf die Frage: „Kann ich mal auf´n Pott ?“ brachte ihn und uns nicht näher an den Pressesprecher heran ABER den Vereinsarzt auf direktem Wege zum nächsten Pott.
 
Als der Vereinsarzt mit dem Pottschlüssel dann aus der Tanke kam, fragte er dann irgendeinen Schnösel, der einfach nur friedlich tanken wollte nach dem Weg.
Dieser konnte dann Auskunft geben. Und schon konnten wir mit dem Dementia-Mobil zum Pressesprecher rauschen und auch ihn einladen. Nach herzlichem Begrüßungskuscheln ging es dann auch schon Richtung Solingen. Jaja, da Zeuchwarts Klobrille in Solingen angeheuert hatte, trafen wir ihn auf einer Shell Tankstelle in Solingen. Diese war lediglich 800 Meter, äh 8.000 Meter von der Autobahnausfahrt entfernt. Da hatten sich de Gurkengläser verschätzt. Das kann mal passieren.
 
Die Kolonne begab sich nun auf die A3.
 
Nach neckischen Überholspielchen verabschiedete sich der Zeuchwart um exakt 9:45 Uhr auf die A59. Dies ignorierten wir natürlich gepflegt. Werden wir ihn jemals wieder sehen? Unser Vereinsarzt telefonierte dann mit dem Zeuchwart, der meinte, dass wir einen Umweg fahren würden. Dies konnte allein deshalb schon nicht sein, weil unser lieber Schatzmeiser diese Route persönlich ausgedruckt hatte. Ferner ist die A3 die Glücksautobahn der Dementia 04, weil:

A3. wir nehmen zuerst die 3, multiplizieren diese galant mit 8. Raus kommt (Moment, wo ist der Taschenrechner?) aha, 24. Von dieser Zahl ziehen wir mal eben 10 ab und sind so ca. bei 14. Achtung, jetzt: Teilen wir diese Zahl jetzt durch 2, kommt heraus…7 !!!!!!!!
Und wie viel Vorstandsmitglieder zählt die Knobelvereinigung Dementia 04…?
Deshalb ist die A3 unsere Glücksautobahn!
Puh, das war spannend.
 
 
 
Image10:15 Uhr. Nach einigen Präsentationsrunden durch den Ort Oberpleis haben wir das Wohnmobil vorbildlich an der Hauptstrasse abgestellt. Ein kluger Schachzug, wie sich später noch herausstellen sollte. Danach wurde die extrem hübsche Dementia Kluft angelegt und auf die DM 2006 mit dem ersten Bier angestossen.
 
Um 11:irgendwas haben wir alle 2 Bändchen, eine Marke…äh, EINE Marke ? Wat für ´ne Marke, Schatzmeiser ? Hm, jojo, K*lsch war dann auf jeden Fall schon in der Hirse.
 
 
ImageUm 12:30 Uhr wurde der Schatzmeiser an „seinem“ Tisch nur 3. – niedergemäht von einem Schock-Out-Roboter.
 
Die allererste Runde war für den Präsidenten auch direkt bezeichnend für den Rest der Runde. Alle würfeln, alle decken auf, einer hat einen Schock-Out und der Präsident die wenigsten Punkte auf den Würfeln. Sehr gut, da ging was !
 
 
 
Nur kurze Zeit später wurde der Präsident Opfer einer hinterhältigen Attacke. Er musste die Segel nämlich gegen die Frau des da noch amtierenden Deutschen Meisters streichen, die extra mit ihren Zwillingen angereist war. Allerdings waren die Zwillinge noch in ihrem Bauch… Das war clever eingefädelt und hat den Präsidenten brutal verwirrt.
 
Na hut, die Strategie war ja eh, klammheimlich über die Trostrunde grandios ins Finale einzuziehen.
Pause war nun angesagt.
Wo ist die Theke ?

Um 14:44 Uhr hat der Schatzmeiser sein letztes Bändchen gegen einen Slow-Motion-Schocker verloren. Eine Welt brach zusammen. Erst hat er unseren Schatzmeiser mit Strassen und nix in Sicherheit gewogen, um ihm dann im Finale zwei Schock-6 reinzubuttern. Na ja, nu kann man ja Bier holen gehen.
 
Durch die erste Trostrunde schockte sich der Präsident gefolgt von Zeuchwarts Onkel (Fitti´s Freunde) locker durch. Nach der zweiten Trostrunde war dann leider Schluss. Nach einer dramatischen Schlussoffensive blieben beim Präsidenten im letzten Wurf drei 5er liegen. Nicht schlecht
 
Durch Voodoo-Zauber und kleine Kobolde, die bei Zeuchwarts Onkel im Würfelbecher waren, gelang es ihm, mit einem Schock-5 die nächste Runde zu erreichen.

Hut ab !
 
Für die Zwischenberichte der anderen Vorstandsmitglieder fehlen mir leider deren Tagebücher.
 

ImageFakt ist aber, dass der Vereinsarzt seinen Pelz zur Schau trug. Voraussetzung dafür war allerdings, dass die Dementia-Fliege in der Hosentasche verschwand und das Hemd bis zur Ferse aufgeknöpft werden musste. Gut, dass dies lt. neuem Strafenkatalog ab sofort strafrechtlich verfolgt werden kann.
Der Vereinsarzt hatte ab morgens 8:02 Uhr ein Grinsen aufgesetzt, das er nicht mehr aus seiner Frese löschen konnte. So sah man ihn dann bei jeder Runde. Bis auch er aus dem Turnier ausscheiden musste.
Knosi, Pressesprecher und Vize konnten ebenso wenig wie der Vereinsarzt die Erfolglosigkeit des Schatzmeisers und des Präsidenten überbieten und schlugen sich tapfer.
 
 
 
ImageAber da gab es einen, der die Dementia-Fahne hochhielt. Unser Zeuchwart.
Er kämpfte sich von Runde zu Runde. Aber leider war auch für ihn nach der 47 Runde alles vorbei. Er war so nah dran am Pott.

Weiter geht´s, Zeuchwart. Du warst toll. Der Vereinsarzt hatte sogar eine Erektion. Dies könnte allerdings auch daran gelegen haben, dass Du das geilste Beinkleid des Tages hattest. Wurde dieses Beinkleid (eine JOGGINGHOSE) eigentlich in den Strafenkatalog aufgenommen ???
Verdient hätte sie es !



ImageZwischenzeitlich hatten wir natürlich viel Zeit für zwischenmenschliche Beziehungen. Äh, Zeit für 6 Schnitzel-Brötchen, 4 Käsebrötchen mit je 3 Tuben Senf und 542 Glas K*lsch.

 
In diesem Zusammenhang muss ich mal die allgemeine Pottsituation loben.
Ich war öfters mal dort (ohne den Vereinsarzt um Erlaubnis zu fragen) und hatte immer meinen Stammpott. Vorletzte Tür. Das war super. Ich traute mich nur nicht das 1/3volle Bierglas auszutrinken, das ich beim letzten Pottgang dort vergessen hatte (Demenz). Die Wahrscheinlichkeit war gross, dass in dem Glas die ein oder andere Kippe ihr Ende fand.
 
Kommunikation:
Die Schock-DM 2006 entpuppte sich als Kontaktbörse zwischen diversen Knobel-Clubs.
Er war immer ein lockeres und angenehmes Miteinander.
Natürlich gab es auch Ausnahmen. Zum Beispiel in Gestalt von „Ossy“ von der Truppe „Schnier“ aus Dinslaken. Erst regte er sich über die gelungene Animation von „Fitti´s Freunde“ auf (tic-tac-Schmeissen) und dann hat er unserem Zeuchwart noch geraten, beim nächsten Knobeln mal das Bier wegzulassen.
Hübsch angezogen war „Ossy“ dabei auch noch:
Er trug schwarze Glanzlederslipper ohne Socken (Verstoss gegen die Menschenrechte)
Gicht hatte sich da wohl auch schon bemerkbar gemacht.
 
„Ossy“, Du bist ein komischer Typ !
 
 
ImageImageNachdem sich jeder so ca. 3 Schnitzel eingeführt hatte, kam ein komischer Josef von der Bonner Runde, der sich „Axel“ nannte und laberte jedem noch ein Schnitzel ans Ohr. Sein Kumpel, der sich „Schnitzel“ nannte, war ganz korrekt und klebt nicht an unseren Ohren (extra korrekt !).
 
 
 
Würfelakrobation:
Zeuchwart und Vize liessen sich von Außerirdischen dazu hinreissen, dies ebenfalls zu tun / zu versuchen.
Aus diesem Grund gilt ab sofort: Würfel hochwerfen und mit dem Becher auffangen wird mit 20,- EUR taxiert ! (Vorschlag des Schatzmeisers: Dies sollte für alle gelten, mit denen wir Schocken – Strafenkatalog muss dann fortan in laminierter Form von jedem Dementen mitgeführt und den Mitspielern erklärt werden)
 
 
 
ImageZwischendurch haben wir schon mal einen „Clash of Schock“ zwischen Dementia 04 und den Schockletten in die Wege geleitet. Hin- und Rückspiel müssen noch festgelegt werden.
 
 

Irgendwann wurde der Präsident am Wohnmobil gesucht aber nicht gefunden. Einzelne Vorständler wurden von Weinkrämpfen geschüttelt „Das kann er doch nicht machen – uns draussen schlafen lassen…“
Kurze Zeit später wurde der Präsident aber beim Strahlen entdeckt.
(Anmerkung des Demenzprotokollisten: Da war er doch die ganze Zeit !)
 
Aber gut….Marktplatz !

Irgendwann ging die Dementia 04 ins Bett.
Der Zeuchwart musste allerdings aufgrund seiner ständigen Blähungen auf der Rückbank seines Fahrzeugs nächtigen.
 
Der Präsident wollte noch mal kurz ein leckeres Frikadellchen zu sich nehmen und begab sich ein weiteres Mal in die heilige Schock-Stätte. Als es dort aber keine Speisen mehr gab, entschloss er sich noch einige Gläser K*lsch zu sich zu nehmen. Das funktionierte auch ganz gut. Mittlerweile war auch niederes Volk zum Volkstanz in die heilige Aula erschienen. Nach vielen kritischen Blicken des Präsidenten musste er auch hier wieder feststellen, dass er mit Abstand der Hübscheste war.
 
Später trieb es den Präsidenten dann doch Richtung Präsidenten-Koje. Im Wohnmobil angekommen stellte sich der Rest Vorstands schlafend, um den Präsidenten bei seiner Spiderman-Gymnastikeinlage am Wohnmobil-Reck zu bewundern. Der gelungene Abgang in die Koje wurde entsprechend honoriert.

Der Vereinsarzt zeigte seinem Kojengenossen (man munkelt, dass es der Schatzmeiser war…) doch noch ein Kapitel aus dem jugoslawischen Kamasutra, den „Serbischen Kesselflicker“…
 
Um 2:00 Uhr war kollektives Urinieren angesagt (Äh, ich hab davon nix mitbekommen. Wenn ich mich bewegt hätte, wäre der Schlafsack nass geworden…). Schatzmeiser mäht dabei kraft seiner Blase ein ganzes Gebüsch um. Respekt.
 
 
 
ImageAm nächsten Morgen startete das Dementia-Mobil Richtung Dementia-Bäckerei denn wir brauchten Energie. Nach dem sehr ausgedehnten Frühstück (Schocko-Brötchen, Kaffee) fuhren wir wieder gen Heimat. Nach und nach wurden alle Vorstandsmitglieder wieder abgesetzt. Übrig blieb der Präsident und Hübscheste und Demenzprotokollist. Mit Tränchen in den Augen putze er das Dementia-Wohnmobil so gut es ging für die Abgabe, die am nächsten Tag erfolgte.
 

Viele weitere Geschichten ereigneten sich an diesem Tag…Äh, Demenz ist zugegen.
Wer mehr davon wissen will, möge bitte die Fette von Otto Mess oder den Typen vom TÜV fragen.
 
Eines ist sicher:
Ich muss jetzt auf´n Pott !

Noch was ist sicher:
Ick freu mir dolle auf das nächste Jahr denn dann sind wir wieder mit dabei !

Es hat sehr viel Spass gemacht.
Der olympische Gedanke war hier wichtig. Nhjii, nhjjiiii
Im nächsten Jahr werden die Ziele etwas höher angesetzt.
…“Fitti´s Freunde“, wir kommen wieder !

Ich war so aufgeregt, dass ich jetzt noch nicht mal weiss, wie hoch der Busenfaktor eigentlich gewesen ist…
 
Ick freu mir dolle

Der Demenzprotokollist
 
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Statistik 2012

1. Schatzmeiser 23.5
2. Vize 11.5
3. Zeuchwart 8.5
4. Präsident 7.5
5. Pressesprecher 0
6. Vereinsarzt 0
7. Knosi 0
8. Zeremonienmeister -0.5

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