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2.Spieltag: Eine haarige Angelegenheit |
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Montag, 2. März 2009 |
Am zweiten Spieltag der laufenden Saison wären die sportlichen Aspekte beinahe in den Hintergrund getreten, denn Fragen der Regelauslegung bestimmten weite Teile des Abends. Trotzdem gelang es den Dementen, ganze 50 Runden zu schocken. Der Zeremonienmeister zeigte dabei eine vorzügliche Leistung und ergatterte den Tagessieg und die Tabellenführung in der Meisterschaft.
Mit insgesamt 35 Schock-Outs setzte der Moni zugleich auch noch eine neue Rekordmarke. Auch dem Präsidenten gelangen mit 6 Hanls an einem Abend soviele wie noch keinem anderen Schocker zuvor, trotzdem reichte es nur zu Platz 3 in der Tageswertung. Der erst später in Spielgeschehen eingreifende Schatzmeiser konnte den Präsidenten punktetechnisch überholen und so auch den Abstand auf den Moni in Grenzen halten. An der Tabellenspitze zeichnet sich somit ein Dreikampf ab, denn sowohl Vize wie auch Zeuchwart hatten mit Problemen zu kämpfen und fuhren deutlich weniger Punkte ein als die Konkurrenz. Der Pressesprecher hängt aktuell ein wenig im Niemandsland der Tabelle, kann sich aber guten Mutes eher nach oben orientieren.
Aber was bedeutet all dieser Kleinkram im Lichte der Krise, in die Dementia an diesem Abend zu rutschen drohte? Auslöser war die zottelige Perücke der "Witwe Scholz", an diesem Abend gegeben vom Zeuchwart. Er zeigte - ohne dies zu beabsichtigen - gnadenlos Schwächen im bisherigen Regelwerk auf: ab wann wird Quatschen in der Schweigerunde bestraft? Darf die Witwe Scholz eigentlich selbst quatschen? Heisst es "Schweigerunde" oder "Schweigeabend"? So geballt wie an diesem Abend wurde Dementia selten mit ihren eigenen Unzulänglichkeiten konfrontiert. Selbst der Schriftführer war sprachlos und griff - ungewöhnlich für ihn - zu Stift und Papier.
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Doch was wollte er wenig später seinen Kameraden sagen?
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Ja, auch der Schriftführer verlor langsam die Worte. Doch nach und nach berappelten sich die Düsseldorfer Schocker wieder und fanden zurück ins Spiel. Eigentlich müsste dieser Abend den Mitspielern lange im Gedächtnis bleiben. Doch Demenz kann auch ein Segen sein.
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